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Unergründliche Stille

    Unergründliche Stille

    Meine Wellensittiche sind immer sehr lebhaft und laut gewesen. Wenn ich an mehreren Tagen daheim bin, haben sie ganztägig ein offenes Tor. Das nutzten sie auch aus, drehten ihre Runden, spielten, kletterten usw. Auch in der Voliere ging es immer hoch her, dass man hätte glauben können, da tummeln sich Hunderte, so mein Eindruck.

    Nun ist die sehr dominante Daisy vor 4 Wochen verstorben. Ihr Partner ist sehr ruhig, frisst, schaukelt, klettert, sitzt mal hier, mal da, aber kam bisher nur ganze 2 Male raus, drehte einige Runden und ging sofort wieder in die Voliere zurück. Er war sonst immer ausgesprochen fröhlich, nur am Schnattern und raus, wann immer möglich und lange.
    Okay, er muss sich leider wie ich an ein Leben ohne die neugierige, lebenslustige Daisy gewöhnen. Er war von Anfang an mir ihr zusammen und sie waren fast ausschließlich miteinander beschäftigt, wenn Daisy nicht gerade mit mir spielen wollte. Eine andere Single-Henne interessiert sich sehr für ihn, aber so richtig mag er nicht, Die anderen Wellis, außer Coco, wollen auch nicht wirklich raus und dort bleiben. Heißt, zwei kommen kurz aus der Voliere und gehen nach spätestens ca. 10-15 Minuten wieder rein und bleiben drin. Der Raum ist unverändert, es gibt Spiel- und Klettermöglichkeiten.

    Morgens herrschte immer großes und lautes Gezwitscher und nun...Stille. :S Meine Schwester fragte am Telefon schon, ob ich sie abgegeben habe ;( oder alle tot von der Stange gefallen sind ?( , weil man ansonsten kaum ein Wort verstand bei dem fröhlichen Gezwitscher und Gezeter.
    Sie fressen, sie schaukeln, aber sie hocken und sind - abgesehen von leisem Geplapper ab und an - still.
    Ich habe jetzt die Voliere etwas umgeräumt, neue und mehr Seile gespannt, die sie gern annehmen und drauf hocken.

    Ich glaube ja nun nicht, dass alle wegen Daisy trauern, aber irgendwas scheint doch nicht zu stimmen, oder?

    Danke Wellness
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    Your wings were ready but my heart was not
    Daisy und Coco - immer im
    Hallo
    Es tut mir echt leid mit Daisy
    Ich bin schon fest überzeugt das sie trauern nachdem ich gelesen habe was du schreibst . Mein Horsti trauerte einen Monat oder sogar noch länger um seine Partnerin Lilly und dann begann er zu erzählen und ich besorgte ihm seine neue Partnerin . Es gibt aber auch Wellis die sofort jemanden brauchen und wenn der übergeblibende Partner noch nicht so gut drauf ist gebe ihm noch ein bisschen Zeit und nehme vielleicht noch eine neue Dame auf zur Ablenkung evtl .
    LG Lina
    Ich drücke euch die Daumen das bei euch wieder leben in der Bude ist :)

    Wellness schrieb:

    aber irgendwas scheint doch nicht zu stimmen




    Doch, ein Schwarmmitglied fehlt. Vielleicht kannst Du den Platz neu besetzen... Denn schließlich stimmt die Anzahl nun nicht mehr...

    Viele Grüße, Cockatoo

    These: Wellis sind fliegende Nagetiere. Sie machen nichts kaputt, sondern prüfen lediglich das Material auf Tauglichkeit: Schnabel/Krallen schärfen, Fressbarkeit, Höhlenbau.

    ​Ich mochte es nicht eingestehen, dass sie Daisy vermissen, denn komischerweise herrschte in den Tagen nach ihrem Tod Chaos in der Voliere. Sie zeterten, sie stritten sich, flatterten wie wild umher. Ich hatte aber den Eindruck, dass der Verlust sie nicht direkt belastet und nur ihr Partner trauert. Erst nach und nach entwickelte sich diese Stille und ihre Inaktivität.
    ​Nach Aufstocken ist mir derzeit nicht wirklich zumute, zumal es schwierig wird, Daisy zu ersetzen. Ich entscheide ja aus meiner Sicht, es sollte dann eine ähnlich aufgeweckte Henne sein, die sich durchsetzt und auch Rübe gefällt.
    ​Ich werde beobachten und dann mal weitersehen.
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    Daisy und Coco - immer im

    Wellness schrieb:

    ​Ich werde beobachten und dann mal weitersehen.



    Das wird auch das Beste sein. Schließlich kennst Du Deine Racker in und auswendig...und wirst dann die richtige Entscheidung finden...

    Viele Grüße, Cockatoo

    These: Wellis sind fliegende Nagetiere. Sie machen nichts kaputt, sondern prüfen lediglich das Material auf Tauglichkeit: Schnabel/Krallen schärfen, Fressbarkeit, Höhlenbau.

    Es kann aber auch andere Ursachen haben, dass Deine Wellis zur Zeit ruhiger sind. Trübes Wetter oder Mauser zum Beispiel.
    Unsere mausern zur Zeit alle und wenn es dann auch noch regnet, legen alle Vier den Kopf auf den Rücken und schlafen eine Runde mehr als sonst.
    Es grüßen

    Nemo, Lumpi, Dorie, Polly und Monika

    Sowie all die lieben Engel-Wellis
    Hallo @Wellness,

    ich denke auch, dass die Kleinen trauern, zumal ja die "Chefin" nicht mehr da ist.
    Unser Susi Männlein ist ja vor einer Woche von uns gegangen und seit Ende letzter Woche ist seine Partnerin sehr ruhig geworden, sie sitzt viel alleine in der Voli, ich meine sie trauert. Immer, wenn ich sie anspreche schaut sie mich an, aber der Blick ist anders als sonst, ich kann es nicht beschreiben, aber, wenn ich dann mit ihr spreche, fängt sie auch an mir was zu erzählen. Sonst ist sie eigentlich eine ganz schöne Zicke, die auch 2 Hähne am Start hat.
    Das mit dem Aufstocken sehe ich auch so, du wirst den richtigen Zeitpunkt finden, und frei nach @Cockatoo, sicher wird dich ein passendes Vögelchen finden, nicht umgekehrt.

    Gruß

    Thomas



    Grüße von den 10 rheinhessischen Flauschpopos und den zwei Federlosen. Mia (R.I.P. 05.08.16), Susi (R.I.P. 11.09.17) im Herzen

    - Grüße an mein Paten - Spakki Hubertus -

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    @ Lurka; Der Jahreszeitwechsel spielt sicher auch eine Rolle, es ist morgens dunkel und abends recht früh wieder dunkel. Sie drehen allerdings auch ab Mittag nicht auf, es geht den ganzen Tag über sehr ruhig und lustlos weiter.

    @ Spider: ach, dann hat Susimanns Witwe den gleichen Blick drauf wie mein Rübe. Ja, es tut weh, wenn unsere Schätzchen traurig sind und wir ja auch unsere Lieben sehr vermissen. Rübe "antwortet" auch, wenn ich mit ihm rede. Er saß sonst nie so lange direkt bei mir und hat sich unterhalten. Deine Wellidame trauert erst seit einigen Tagen, meiner seit 4 Wochen.

    Mein erster Nmphensittich ist damals total durchgedreht, nachdem seine Partnerin beim TA verstarb. Er schrie eine Woche lang, eine neue Partnerin akzeptierte er nicht. Irgendwann pfiff er den River Kwai Marsch, den meine Mutter ihm während ich arbeitete, beibrachte.
    Er pfiff diesen Marsch absolut perfekt und komplett, lief pfeifend durch die Wohnung und fiel einige Monate später plötzlich um und war tot.

    Gruß
    Wellness
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    Daisy und Coco - immer im
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die verbliebenen Flauschis trauern. Immerhin haben Sie ein Mitglied bzw. Partner aus dem Schwarm verloren. Es wird vielleicht noch eine Weile dauern bis die Wunden heilen und die kleinen drüber hinwegkommen. Ist echt immer Mist so ein Verlust :( Das Wetter spielt vielleicht wie Lurka geschrieben hat auch noch mit rein. Ich hatte den Fall letztes Jahr im Herbst/Winter mit meinen beiden. Die sind 2-3 Wochen so gut wie gar nicht geflogen und waren recht ruhig. Erst als ich dann eine Birdlamp gekauft hatte sind sie wieder aktiver geworden.
    Ich glaube, dir geht es so wie uns derzeitig auch. Zwar zwei vollkommen verschiedene Ursachen, bei dir der Verlust eines geliebten Wellis, bei uns der Umzug in eine neue Wohnung, aber die Gemeinsamkeit lautet: Veränderung!
    In der alten Wohnung hatte ich zwei aktive Wellis, momentan eher zwei Käfig-Hocker, die ich gelegentlich sogar aus dem Käfig scheuchen muss und die die ganzen Spielzeuge noch nicht akzeptieren, obwohl es die gleichen sind wie in der alten Wohnung. Und um nicht den alten Spruch mit der Geduld zu strapazieren, sage ich lieber mal: "Das dauert und braucht eben seine Zeit".
    Grüße von Olaf und seiner Rasselbande Tweety und Chico (immer in unseren Herzen: Bubi t 2015, Lilli t 2016)


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    Ich habe ein kleines Licht an, wenn es dämmrig ist, aber sie sind trotzdem ruhig.
    Dass die Kleinen derart sensibel und lange auf Veränderung reagieren, erstaunt mich. Ich hatte früher schon einmal einen kleinen Schwarm, bei dem mir das nicht auffiel, weil sie immer gleichbleibend lebhaft waren.
    Nun muss man wissen, dass Daisy immer die Erste war, die alle Futternäpfe inspizierte und sich das Beste raussuchte, alle Hirsenkolben pflückte, alle Möhrchenstücke anknabberte, zuerst im Basilikumtopf saß usw. usw. Sie war verfressen (sry) und wurde noch ständig vom Partner gefüttert. Wenn sie außerhalb der Voliere spielte, wichen die anderen auf andere Plätze aus. Alle waren ständig irgendwie in Bewegung, weil Madame alles in Beschlag nahm, auch die Schaukeln. Das hat sich nun drastisch geändert - kaum noch Rangeleien, Es muss sich wohl alles neu einspielen.
    Und abgesehen davon, tut ein wenig mehr Ruhe auch hin und wieder gut.
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    Ich denke, du hast das gut beschrieben. Man glaubt es nicht, aber Wellis sind wirklich Gewohnheitstiere. Wir haben ja unsere Voli gegen eine Neue ausgetauscht und dann auch noch die Inneneinrichtung verändert. Dazu muß man sagen, dass unsere Bande trotz offener Voli immer in der Voli schläft, nie draußen. Und nachdem die neue Voli da war haben die Kleinen alle draußen geschlafen und es absolut abgelehnt in die Neue zu gehen, nur ganz kurz ans gewohnte Futterschälchen am Boden, und dann wieder nichts wie raus. Am dritten Tag habe ich dann alles so ähnlich angeordnet, wie in der alten Voli und habe noch ein Brettchen aus der alten Voli installiert und was passiert? An diesem Abend haben alle wieder in der Voli geschlafen und von da an war alles akzeptiert, selbst neue Sachen wurden sofort akzeptiert.
    Bei dir kommt noch dazu, dass es die "Chefin" war. Alle wussten, wenn die Chefin da dran geht oder da drauf sitzt, muß es ungefährlich und auch gut sein. das fehlt jetzt leider und es kann schon etwas dauern, bis da wieder Normalität einkehrt. Es sei denn, du entschließt dich doch schneller ein Neuzugang aufzunehmen, von der du glaubst, sie könnte den Chefposten übernehmen.


    Gruß

    Thomas



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    ​@Spider: Was Du berichtest, kommt mir bekannt vor. Ich habe zwar keine neue Voliere, aber einen Korkenzieherhaselstrauch auf der Voliere angebracht. Zwei ganze Wochen traute sich keiner, da mal hoch zu fliegen, zu klettern oder zu knabbern. Daisy war mal wieder neugierig und somit die Erste, die ihn ausprobierte.
    ​Also, darüber habe ich noch nie so nachgedacht, dass die Chefin so eine Art Vorkosterin und Testerin war. Bei den Wespen ist das so, dass erst eine guckt, ob die Luft rein und alles sicher ist. Kommt sie nicht wieder, sind alle anderen Wespen gewarnt.

    ​Ob es eine neue Dame geben wird, die den Clan anführen soll, wird sich zeigen. Ich hatte in meinem Leben schon einige Wellensittiche, aber Daisy war wirklich sehr speziell.
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    Daisy und Coco - immer im
    Hallo,

    ja, deswegen habe ich es geschrieben, wir hatten nämlich auch so eine Vorkosterin, unsere Henne Tom. Das hatte sich aber in dem Moment erledigt, wo wir einige ältere Wellis (alle über 4 Jahre alt) zu uns genommen haben. Seit dem werden neue Sachen viel schneller akzeptiert, sofern man nicht zuviel verändert hat. Aber die Skepsis bleibt immer, aber wir haben ja auch 8 Wellis.
    Ich kann auch verstehen, dass du noch Zeit brauchst und evtl. solltest du versuchen, dich von dem Gedanken frei zu machen, du brauchst ersatz für Daisy, denn den wird es nicht geben, da Daisy für dich was ganz besonderes war. Aber ich bin sicher, deine Süßen wären sicher froh, bald wieder komplett zu sein.

    Gruß

    Thomas



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    Hallo Wellness,

    erstmal schiebe ich einen kleinen Trost rüber wegen dem schweren Verlust. Aus den Zeilen lese ich mehr als nur heraus, wie sehr nicht nur die Kleinen, sondern auch du Daisy vermissen. Das hat mich sehr berührt. Bei uns ist Lucy die Chefin und ich möchte mir nicht vorstellen was wir alles ohne sie vermissen würden. Sie ist ja durch einen dummen Zufall mal entflogen, dass hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Gott sei Dank wurde sie einen Ort weiter gefunden und von einer netten Familie umsorgt. Das werde ich nie vergessen!

    Ich kann (zum Glück) keine genauen Vergleiche ziehen, da sie nur etwa 24-28 h weg war. Aber auch in der Zeit habe ich gemerkt, wie ruhig die anderen waren. Hinzu kam ja noch, dass sie zuletzt ein kurzes Schimpfen von Lucy hörten und dann die Felo weinen und schluchzen gesehen haben.

    Ich denke schon, dass die Süßen mehr mitbekommen als wir denken und jeder Welli einzigartig wie er ist auch seine eigene Weise hat mit Veränderung, Verlust oder Trauer umzugehen. Und im Allgemeinen anscheinend mit "Stille". Du sagst ja auch, dass du das bei anderen Schwärmen nicht so erlebt hast, aber da gab es auch keine Daisy. Wie Thomas schon schreibt, es wird keinen Ersatz für sie geben, denn sie wird einzigartig bleiben.

    Habe Geduld und schaue, was die Wellis sich wünschen. Entweder passt sich der Schwarm positiv an die Veränderung an oder es findet euch ein Welli, der wieder zur positiven Stimmung beiträgt - auf seine Art...
    LG Nijadoo und die Süßen
    @Spider300: Bei mir gibt es einen älteren Hahn namens Poldi, vor 2 Jahren ausgemustert und abgegeben aus Zuchtaufgabe, da war er 4 Jahre alt.
    ​Der ist aber, ganz Standardsittich, seeehr gemütlich und lässt andere vor. Schön, dass Euer Schwarm sich durch die Bereicherung mit älteren Wellis neu zusammen gefunden hat. Ich kann immer wieder Deine Aussage bekräftigen, dass es eine zweite Daisy nicht geben wird. Als mein lieber Kater Murmel starb, wollte ich nie wieder eine Katze haben. Derweil ist mein Gefühl auch so.
    @ Nijadoo: Danke für Deine einfühlsamen Worte. Du hast es richtig erkannt. In den ersten Tagen musste ich jedes Mal weinen und meine Stimme zitterte, besonders wenn ich abends vor der Voliere stand. Es ist ein Ritual, dass ich leise summe oder singe, wenn alle ihre Schlafposition eingenommen haben. Daisy hat dann immer leise irgendwas wie "he-he-ha" von sich gegeben, sie fand das wohl gut.

    Dass ihr Eure geliebte Lucy nach dem Ausflug wiedergefunden habt, ist eine wunderbare Fügung. Die anderen haben sich doch sicher sehr gefreut, als sie wieder da war?
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    Daisy und Coco - immer im
    Ja, das ist wahr. Eine wunderbare Fügung und unvergesslich. Ich musste gestern auch meinen Beitrag dazu nochmal lesen und hatte ihn raus gesucht:

    Die F+L Bande

    Es ist nun schon 1,5 Jahre her... Wahnsinn. Die anderen waren an dem Tag still und am Folge Tag, also am Tag der Rückkehr zwar auch aber sie haben weiter gefuttert und Flocke hat z.B. seine Leyla umsorgt. Ihr Tagesablauf an sich war normal, was auch ein wenig den Eindruck verschaffte "Das Leben geht weiter". Das habe ich erst abends verstanden, als ich mich endlich etwas ablenken konnte. Und dann kam der Anruf mit der positiven Meldung... Es war am Abend, wo es schon dunkel und alle auf ihren Schlafplätzen waren. Die vorher noch motzende Lucy kletterte aus der Transportbox und realisierte dann, dass sie Zuhause war. Das werde ich auch nie vergessen. Sie schaute sich um, schaute uns an und flog zielgerichtet auf ihr Zuhause, trank ausgiebig und machte es sich auf ihrem Schlafplatz gemütlich. Die anderen schauten nur und ließen sie in Ruhe. Sie war noch erschöpft und geplustert. Aber am nächsten Morgen war alles wie vorher so als wäre sie nie weg gewesen. Ich glaube schon, dass sie sich gefreut haben. Immerhin haben sie alle wieder zusammen gespielt und ihre Runden gedreht. Und Lucy hat ihnen sicherlich von ihrem Ausflug berichtet :love:

    Ich wünsche euch noch weiterhin viel Kraft. So wie du es beschreibst haben die Kleinen dann auch das "veränderte" Ritual bemerkt bzw. merken vielleicht auch jetzt noch deine Trauer? Also, habe Geduld und wie heißt es immer so schön? Kommt Zeit, kommt Rat :)
    LG Nijadoo und die Süßen
    Danke Nijadoo, dass Du von Lucys Verschwinden und ihrer Rückkehr nochmal ausführlicher schreibst. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich unsere Wellis reagieren.
    Ich hatte Daisy mit ihrem Partner Rübe in einen separaten Käfig gesetzt, nachdem der Tumor sichtbar zurückgekommen war. Am letzten Nachmittag kletterte sie zu den anderen aufs Volieredach und es gab ein riesiges Spektakel, sie wurde von 2 Artgenossen links und rechts begackert. Am Morgen darauf versuchte sie wieder zu den anderen zu gelangen, aber es ging nur noch schwerlich. Sie griff tatsächlich noch die Rolle, mit der sie so gern spielte. Natürlich geht auch hier das Leben weiter, nur eben verhaltener, leiser.
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    Also ich habe das auch beobachtet. Fietet starb ja als ich nicht da war und ich habe ihn dann erst mal aus dem Käfig genommen, dann aber für eine Stunde wieder auf das "Futterbrett" gelegt (oben im Käfig). Das war spät abends. Die anderen drei saßen auf der Stange quer zum Futterbrett, aber nicht direkt daneben und haben ganz leise gepiept.
    Die nächsten Tage waren sie stiller als sonst, besonders Finn.
    Der saß abends ganz alleine auf der Schaukel, die Weibchen auf Schlafästen gegenüber.
    Nach einiger Zeit fing Finn dann an, wie wild zu rufen, laut und teilweise über Stunden alle paar Sekunden (habe das gestoppt - ca. alle drei Sekunden).
    Als ich Friko mitbrachte, war Finn erst extrem an ihm interessiert, nur umgekehrt war das nicht der Fall. Dann fing Finn wohl aus Frust an, Friko vor allem beim Clickern zu verjagen. Und dann begann kurze Zeit eine Affäre von Finn und Keisha-May (die schon vor Frikos Einzug vorischtig angefangen hatte), was ungewöhntlich war, weil Keisha-May bis dahin noch nie die Chance zu einer Romanze hatte. Inzwischen - das war im Juli - sind die beiden ein festes Paar, was interessanterweise dazu geführt hat, dass sich nun Finn und Malia ebenfalls einander annähern (die auch nur ganz sporadisch kurzfristiges Interesse füreinander gezeigt hatten).

    Meine Tierärztin sagte damals, man könne es auch erst mal zu Dritt versuchen (ein Männchen + zwei Weibchen?!). Das wäre evtl. sogar gut gegangen. Bei einem Schwarm bin ich immer im Zwiespalt, ob man einen Vogel abgeben sollte, weil ein kleiner Schwarm ja doch zusammengehört und jeder mit jedem eine besondere Beziehung hat. Wenn das nicht offensichtlich der Fall ist, würde ich sonst überlegen, statt aufzustocken um eins zu reduzieren und den Vogel abzugeben (in einen anderen Schwarm), der am wenigsten Bindungen an die anderen hat.

    LG von
    Frederica
    Clickerwellis:
    *2009 Keisha-May
    2010-2017 Fiete
    *2011 Malia und Finn
    seit 2017 aus dem Tierheim: Friko
    @ Frederica: Ich fand es auch wichtig, dass sich die Wellis von Daisy verabschieden konnten, nachdem sie in meiner Hand verstorben war. Allerdings kam nur ihr Partner Rübe und versuchte, sie aufzuwecken. Er hat übrigens danach nicht geschrien, er ist nur viel stiller geworden.
    Dass sich bei Dir mit der Zeit nach Fietets Tod durch den Neuzugang Frico eine Zweier-Paarung ergeben hat, ist natürlich der absolute Glücksfall.
    Eine Garantie dafür gibt es nicht, wenn Neue hinzukommen.
    Abgeben möchte ich keinen meiner Wellis. Wie Du richtig erkannt hast, haben sie alle untereinander und miteinander eine Verbindung, die für uns Menschen nicht immer gleich ersichtlich ist. Ich war schon sehr überrascht, dass plötzlich alle still waren, als sie merkten, Daisy ist weg und kommt nicht wieder. Es gibt bei mir eine Henne, die sich nicht gebunden hat, die aber ab und an immer mal wieder von Daisys Partner beglückt wurde.
    Ob sich hieraus vielleicht ein festes Paar bildet, werde ich abwarten. Die Flauschis sind sensibler als man denkt und brauchen ihre Zeit, sich an veränderte Umstände zu gewöhnen.

    Gruß
    Wellness
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    Your wings were ready but my heart was not
    Daisy und Coco - immer im