...da waren es nur noch 7...

  • ...Wilde Braunschweiger Wellis. ;(


    Unsere Lilly hat uns gestern morgen verlassen und ist inzwischen auf dem Flug ins Hirseland sicher schon angekommen. Wir haben sie neben Susi beigesetzt, die den Flug über die Regenbogenbrücke ja auch erst vor zwei Monaten angetreten hat.


    Tja, wenn ich mal so resümiere: Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir einen 11. Welli aufgenommen in den Schwarm, heute sind wir bei 7...


    Früher wusste ich mit den Meinungen derjenigen nicht richtig umzugehen, die sich nach solchen Verlusten eine Weiterführung der Welihaltung einfach nicht mehr vorstellen konnten. Inzwischen wissen wir nun, was diejenigen Wellihalter bewegt...


    Wir halten seit 2010 Wellis und haben auch schon nach kurzer Zeit angefangen mit der Schwarmhaltung. In den 6 Jahren sind nun 13 unserer Wellis über die Regenbogenbrücke geflattert. Immer wieder haben wir die Gruppe aufgestockt und neue Wellis aufgenommen. Seit diesem Jahr tun wir dies nicht mehr...


    Zu Beginn der Wellihaltung waren wir - wie so viele andere auch- recht unerfahren. Doch wir lernten recht schnell immer mehr dazu und trauten uns schließlich auch zu, gehandicapte Wellis aufzunehmen. So wurden aus 2 Wellis zu Beginn schließlich 11 Wellis. Wir räumten nach und nach den Wellis immer mehr Platz in unserem Wohnzimmer ein und ich bekam ein neues Hobby dazu: "Wellizubehör bauen". Sämtliche Spielplätze inkl. der Voliere sind mit Herzblut selbstgebaut.


    Wir lernten dann auch aus Behandlungsfehlern der (meistens nicht-vk-)TÄ und suchten und suchten jahrelang, bis wir eine TA-Praxis und die TÄ-Hochschule fanden, die wirklich alles tun, um den kleinen Rackern zu helfen. Das ganze hat uns an die 100 Arztbesuche bei unzähligen Arztpraxen und Ärzten (müssen so ca. 30 verschiedene gewesen sein) eingebracht, viel Zeit, Tausende an Euro (wer hätte gedacht, dass Wellihaltung sooo teuer sein kann...) und noch viel mehr Nerven gekostet. Meist nehme ich mir inzwischen für TA-Besuche einen halben oder ganzen Tag frei. Wir haben zu Hause inzwischen eine mittelgroße Vogelapotheke mit Medikamenten, Spritzen, Behältern etc., können den Tieren die Medikamente problemlos eingeben und könnten so manchem Arzt und so mancher Helferin zeigen, wie der Fixiergriff funktioniert. Alles Dinge, auf die wir auch gerne verzichtet hätten...


    All' dies taten wir immer gerne (und tun es auch immer noch). Aber eben nur noch bis der letzte der "Wilden Braunschweiger Wellis" über die Regenbogenbrücke geflattert ist.
    Wir haben in diesem Jahr nun gleich 4 Wellis verloren. Alle mit unterschiedlichen Diagnosen. Alle wurden von vk-TÄen bis zum Schluss betreut. Keinem konnte wirklich dauerhaft geholfen werden, lediglich der Zeitpunkt ihres letzten Fluges wurde noch ein wenig aufgeschoben... Wenn ich so zurückblicke: Bis auf Lara sind alle unsere Welli-Patienten an ihren Krankheiten gestorben...


    Natürlich sind die Wellis mit ihrer frechen Art eine echt interessante Spezies Vogel. Und sie bereiteten uns (und bereiten immer noch) recht viel Freude. Wenn sie herumtoben und -tollen wie die Kinder, haben wir immer ein Lächeln im Gesicht. Leider wiegt dies inzwischen nicht mehr die Melange aus Frustration (über die Hilflosigkeit), Trauer (über die verlorenen Welli-Seelen) und Wut (auf die Gesamtsituation) auf, die durch all' die vielen Todesfälle entstanden ist.


    Hmm, warum schreibe ich das Alles? Um mal die eigenen Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen? Um das Forum daran teilhaben zu lassen? Um andere in ähnlichen Situationen zu bestätigen? Um unsere Entscheidung selbst bestätigen zu lassen? Schwer zu sagen... Vermutlich eine Mischung aus all diesem...


    LG
    Gero

    Es grüßen 10 Braunschweiger Wellis: Tweety :)) Lara :suess: Charly :motz: Flocky :ratlos: Polly :pfeif: Jack :blumen: Amelia 8o John :saint: Oscar :wacko: und Krümel :bravo:

  • Mein Beileid zu Eurem Verlust.
    Es ist schwer, ein geliebtes Familienmitglied zu verlieren, auch wenn es "nur" ein Tier ist.
    Ich kann sehr gut verstehen, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem man sich diese Verluste nichtmehr zumuten kann und möchte.


    Von mir und meinen Dicken ganz viel Kraft.
    Deine Wellies haben ein sehr schönes Leben bei Euch, das darfst du nie vergessen.

    liebe Grüße an Patenfederchen Pauli, Hansi und Chiko <3
    Fusselchen mein Engel, ich vergesse dich nie..
    Rupfi R. I. P

  • Der Verlust tut mir sehr leid und ich kann den Gedankengang sehr gut verstehen. Ich war auch schon sehr oft daran die Haltung aufzugeben und irgendwann wird es auch bei mir soweit sein. Das Problem, ist zu mindestens bei mir, wohin mit dem letzten Tier?

  • Das tut mir leid, dass Lilly gegangen ist.
    Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen - sie spiegeln auch mein Empfinden wieder. In den 10 Jahren Vogelhaltung sind einfach zu viele und viele auch zu eng hintereinander gegangen. Das tut weh, gewöhnt man sich doch sehr an seine Flauschis. Da fehlt jeder einzelne.

    Es grüßt euch euere Modi Pollux (Birgit) und die Federbällchen Bella, Janosch, Merlin, Hübi, Snowy, Samu und Sunny.


    Unser Modi Team steht euch gerne auch helfend zur Verfügung.
    Persönliche Kontaktaufnahme über Konversation an den Modi eures Vertrauens.

  • Gero das tut mir sehr leid. :( Mein Beileid.
    Meine Jahre der Wellihaltung werden auch immer mehr und ich muss dir recht geben, alle Wellis erlagen ihrer Krankheiten. Leider muss ich feststellen das die kleinen Clowns heut zutage nicht mehr alt werden. Bin mir ganz sicher das wir Halter mit Erfahrung alles richtig machen und wirklich viel tun um es ihnen so "artgerecht" wie möglich zu gestalten.
    Die Freude der Haltung überwiegt zum Glück so dass ich mir ein Leben ohne Wellis kaum vorstellen kann.


    Gero, warten wir einfach ab, mal schauen wie du dich in Zukunft wirklich entscheiden wirst. Geht es ohne die Kleinen überhaupt?

  • Das tut mir sehr leid für Eure Lilly und auch für Euch. Die Frustration kann ich gut nachempfinden. Ein Welli wird krank, man versucht mit allen Mitteln ihn zu retten und er stirbt trotzdem.
    Vor kurzem ist unsere Baro gestorben, mit fast 13 Jahren. Sie wurde aber nicht so alt, weil ein toller Tierarzt sie unterstützt hat, sondern, weil sie eben nie krank wurde. Diese Henne hat nie einen Tierarzt gesehen. Sie hatte eben Glück.
    Ich glaube auch, dass Wellis, zart, wie sie eben sind, bei ernsten Krankheiten schlechtere Karten haben, als robustere Haustiere.


    Genießt weiterhin die Lebensfreude Eures Schwarms, denn die haben Wellensittiche in jedem Fall, auch wenn zu viele nicht die Chance bekommen, wirklich alt zu werden.

    Es grüßen


    Nemo, Lumpi, Dorie, Polly und Monika


    Sowie all die lieben Engel-Wellis

  • Oh Gero, das tut mir wahnsinnig leid! Du solltest dir immer wieder vor Augen halten, das ihr der kleinen Lilly ein wunderschönes Leben gegeben habt. Sie war mit Sicherheit glücklich euch als Felo's bekommen zu haben, genau wie alle anderen vorher, deren Leben ihr ein bisschen schöner, Bunter und nicht zuletzt artgerechter gemacht habt.
    Es ist immer hart ein Familienmitglied zu verlieren und gerade bei Tieren ist es ein "leichtes" sich dem Schmerz zu entziehen, indem man einfach keine Tiere mehr hält. Aber stell dir mal vor das würden alle engagierten, aufgeklärten Welli (Tier) Halter so sehen... Nein, ich denke das gerade die Menschen, welche das Wohl des Tieres vor die menschlichen Bedürfnisse stellen, die Pflicht und die Verantwortung haben ein kleiner Lichtfleck zu sein, für diese Seelen.


    Deshalb, atmet erst mal durch und lasst euch selbst etwas Zeit zu trauern... Wer weiß was das neue Jahr an Überraschungen bringt.


    RIP Fritzi, Mausi und Carlo <3


    Always remembered and never forgotten - RIP Blue mein Engelchen


  • Mein Beileid auch von uns hier, aber wie die anderen kann auch ich dich verstehen.
    Ich stand vor ca eineinhalb Jahren vor den Gleichen Gefühlen und all das gleiche gedacht. Nun haben wir uns wieder gleich für zwei neue Flauschis entschieden, aber man hat immer die anderen im Kopf und wir hier trauern noch ganz doll unserer super Henne nach.
    Aber einfach sind die ganzen Rückschläge nicht. Genieße weiterhin die Zeit mit deinem Schwarm.

    Grüße von :love: Opie, Pinky, Loki & Odin :love: und Propellerheim :welli:
    Knutscher an Lumi (Nameless) & Chiko (Sinalco)



  • Hallo Gero, auch von uns ein aufrichtiges Beileid zu diesem Verlust, von dem ihr in so kurzer Zeit doch einige hinnehmen musstet und somit sind mir eure Gedanken mehr als verständlich. Jeder Verlust tut weh, nicht nur heute, auch noch nach einer sehr langen Zeit. Vielleicht macht ihr es im Moment aber genau richtig, denn je größer Schwarm desto höher auch das Risiko für Krankheiten. Vielleicht kommt ihr bei einem kleineren Schwarm doch eher etwas zur Ruhe und zur Besinnung auf die schönen Seiten der Welli-Haltung.


    Kleine Lilly, dir wünschen wir einen guten Flug über die Regenbogenbrücke und grüß im Hirsehimmel all die anderen Wellis von uns. :abschied:

    Grüße von Olaf und seiner Rasselbande Tweety und Chico (immer in unseren Herzen: Bubi t 2015, Lilli t 2016)



    Das Moderatoren-Team steht euch auch bei Problemen, Unstimmigkeiten, Fragen etc. gerne helfend zur Verfügung. Persönliche Kontaktaufnahme über Konversation an den Moderator eures Vertrauens.

  • Oh mein Gott, wie furchtbar.
    Ich kann Dich gut verstehen....es ist einfach sehr frustrierend, dass die Wellis so schnell von uns gehen...und eben, als ich Deine Zeilen lass, ist mir dabei folgender Gedanke gekommen....
    Wir Menschen haben (wenns alles gut läuft) eine recht lange Lebensspanne und wünschen uns natürlich, dass all die Lieben (Tiere) um uns rum, ebenfalls so lange leben...oder wenigstens so lange, dass wir aus unserer Sicht sagen können: "Dieses Tier hatte ein langes Leben..." (Wobei jeder für sich entscheiden muss, was "lange" eigentlich bedeutet).
    Geht ein Tier nach einem (nach unseren Maßstäben) viel zu kurzem Leben über die Regenbogenbrücke, bleibt in uns die Frustration über die als zu kurz empfundene gemeinsame Zeit zurück.
    Aber dieses Tier hatte eben nur diese (kurze) Zeit zum Leben. Mehr hatte es nicht zur Verfügung. Und auch wenn es nur kurz war, so war es doch ein Leben.
    Und ich bin mir sicher, dass Du für Deine Tiere, das Beste aus diesem (wenn auch kurzem) Leben heraus geholt hast. Und das ist es doch was zählt....
    (Das waren jetzt nur meine spontanen Gedanken, die natürlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben und nur mein eigenes persönliches Empfinden wiederspiegeln. Jeder darf, und wird wahrscheinlich auch, anders darüber denken....)


    Lange Rede kurzer Sinn....mein aufrichtiges Beileid.

  • Es tut mir sehr Leid,das ihr so viele Wellis verabschieden musstet.Und dann in einem Jahr gleich 4 Stück..
    Mein Beileid zu all euren Verlusten.


    Der Text macht mich sehr nachdenklich.
    Seit ich 12 bin,halte ich eigene Tiere.
    Es waren Mäuse,Hamster,Amphibien,Meerschweinchen,Ratten und jetzt sind es die Wellis..
    Ich hatte fast immer das Glück,das die Tiere in hohem Alter starben.
    Bei den Meeris war das anders.
    Wir hatten drei Meerikinder,von Eltern,die keine Kinder hätten bekommen dürfen..alle Kinder starben sehr jung.
    Und wenn ich so zurückdenke,war die Trauer um die Meerikinder am schmerzhaftesten.
    Sie starben unerwartet...
    Hat man ein altes Tier,so ist man wenigstens theoretisch ein wenig vorbereiteter mit dem Verlust...


    Nach so vielen unerwarteten Verlusten,kann ich verstehen,dass man die Haltung besagter Tiere "aufs Eis legt".


    Ihr seid aber tolle Tierhalter,das liest man schon raus und man liest es an den Dingen,die ihr für die Tiere alles macht.


    Aber ihr solltet nicht der Tierhaltung den Rücken kehren,solche Menschen wie ihr es seid,brauchen die Tiere.


    Das sind so meine Gedanken dazu..


    Nochmal,mein Beileid zu den vielen Verlusten,ich wünsche euch viel Kraft.


    Liebe Grüße an meine Patenwellis
    Horsti ( von Lina/Lilly :)) , Yeti ( von Emma0611 ) und Miró ( von Zoroe )

  • Mein herzliches Beileid.
    Ich kann sehr gut verstehen was in euch vorgeht, genau aus diesen Gründen, hatten wir fast 2 Jahre keine Wellis mehr. Doch irgendwann fehlte das Piepsen, schreddern, die Sturzflüge etc. alles so sehr, das wir und doch dazu entschlossen wieder Flauschkugeln bei uns aufzunehmen.

    Es grüßen euch 25 Scheißerchen und deren Hausangestellte Dienerin.  :D
    Knuddler an meine Süßen Paten. <3
    (RIP, Yeti, Maja und Mia meine kleinen Engel, immer im Herzen)<3



  • Ach, das tut mir wirklich sehr leid. Ich erinnere mich gut an meinen ersten kleinen Schwarm, der zwischen 1984-1986 zusammen kam.
    Da starben nach etwas mehr als einem Jahr auch gleich mehrere der kleinen Kobolde. Darum legte ich eine lange Pause ein, bis ich 2014 wieder auf den Wellensittich kam. Toi, toi, toi...bisher hatte ich Glück, ich mag mir nicht vorstellen, dass sie vielleicht auch jung sterben könnten.
    Man gewöhnt sich sehr an die Flauschis, jeder von ihnen hat einen eigenen Charakter. eigene Vorlieben und Gewohnheiten.
    Keinen möchte man missen. Ja, ich kann nachvollziehen, dass solche traurigen Abschiede zur Resignation führen...
    Nach dem Tod meines Katers vor 12 Jahren wollte ich nie wieder einen haben...das ist bis heute so.
    Ein Tier ist ebenso einmalig und nicht zu ersetzen wie ein Mensch.

    ________________________________________________________________
    Your wings were ready but my heart was not
    immer im
    Daisy und Coco
    Willow Schatzi u.Freundin Lulu

    Darcy und Blueberry

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank für Eure intensive Anteilnahme!
    Wow, sooo viele Antworten... Da habe ich wohl einen Nerv getroffen...
    Zur individuellen Beantwortung sind das zu viele, daher werde ich mal das ein oder andere zusammenfassen.


    Tja, wo fange ich an. Vielleicht gaaaanz weit vorne...
    Das mit dem tierlieb stimmt schon durchaus. Meine Familie hatte, soweit ich zurück denken kann immer Tiere. Das waren zuerst Katzen, dann Meerschweinchen. Später Kanarienvögel, ein Beo, Graupapageien und auch Wellensittiche. Viele Jahre hatte ich dann keine Haustiere, von einem Meerschweinchen in Pflege mal abgesehen. Schließlich erbte ich im Wortsinne den Familiengraupapagei. Und später kamen die Wellis dazu. Eigentlich nur zur kurzzeitigen Pflege von der Schwiegermutter übernommen, hatten wir dann drei Wellensittiche hier stehen. Schnell wurde klar, dass die Tiere nur in einer noch größeren Gruppe gut leben können. So schufen wir die Voraussetzungen dazu. Außerdem fand ich an einem eigenen Garten wie bei den Eltern zu Hause immer am schönsten, stundenlang die Tiere dort zu beobachten. Das haben wir dann im Wohnzimmer auch so umgesetzt. Eigentlich hatten wir uns aber bewusst gegen die Papageienhaltung und auch gegen die Haltung von Wellensittichen entschieden. Aus den Gründen, die sofort ins Auge springen: Gerade bei Papageien (wie Graupapageien o.Ä.) braucht man/frau einiges an Platz, da ja die Tiere nicht allein gehalten werden. Dann können diese Tiere noch ganz andere Lautstärken erreichen als Wellis. Daher empfiehlt sich die Haltung in eine Außenvoliere mit geräuschunempfindlichen Nachbarn. Und man selbst ist eingeschränkt, da immer jemand die Tiere (wie auch bei Wellis) betreuen muss. Viel, was gegen ein Haltung spricht.
    Trotzdem haben wir diese Herausforderungen angenommen und versucht den Tieren ein bestmögliches Zuhause zu geben. Als dies bei dem Papagei dann nicht mehr wirklich möglich war, haben wir Nicki damals zu ganz netten und erfahrenen Papageienhaltern gegeben, die sie mit einem Hahn verpaart haben.
    Daher gehe ich davon aus, dass wir auch in Zukunft irgendwann irgendwelche Tiere halten werden.


    Zu der Frage "Wohin dann mit dem letzten Tier?": Ja, diese Frage stellt sich. Das würde ich dann eher so regeln wollen, dass schon vor dem letzten einzeln sitzenden Welli der "Rest" vermittelt würde. Wenn mindestens ein Pärchen noch übrig ist. Da findet sich sicher ein schönes Plätzchen. *Überzeugt in die Runde schau* Gibt ja doch den ein oder anderen netten Menschen, der ein gutes Herz für Wellis hat... ;)


    Daran, dass ein Leben eine von mir nicht bestimmbare Zeitspanne dauert, habe ich mich nach vielen persönlichen Todesfällen in der Familie gewöhnen müssen. Viele sind "vor ihrer Zeit" gestorben, wie man so sagt.
    Das gilt ebenso für die Wellis wie für Menschen. Das ist leider so und ich versuche seit vielen Jahren auch schon fast verlorene Kontakte wieder zu beleben, um Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir doch mal wichtig waren und wohl immer noch sein müssen, da sich ihre Erinnerungen immer mal wieder in die alltäglichen Gedanken drängen...
    Daher habe ich auch gar nicht so sehr ein Problem damit, die Lebewesen gehen zu lassen auch nach einer kurzen Zeitspanne. Viel erschreckender finde ich, dass es so oft keine Rettung für unsere Wellis gibt. Und auch, dass wir inzwischen schon verschiedene Einzelheiten vergessen haben. Wer ist nach wem hier eingezogen? Wer ist wann verstorben? :S


    Das Thema "Tierschutz - und wie stehe ich persönlich dazu?" hatten wir an der ein oder anderen Stelle hier im Forum schon mal diskutiert. Da kam unter anderem die Frage auf, wie verhalte ich mich nun? Nehme ich Wellis auf von Vermehrern oder anderen mysteriösen Quellen/Haltern oder unterstütze ich nicht damit erst diese Haltungs-/Zuchtbedingungen? Das muss wohl jeder für sich entscheiden. Wir haben uns seit einigen Jahren nur noch auf die Übernahme von Wellis spezialisiert, die von den Haltern nicht mehr gut versorgt wurden. Das war unser Beitrag zum Wellischutz. Einem Vorwurf, dies nun nicht mehr zu tun, entziehe ich mich an dieser Stelle einfach mal. Wir haben da einiges an Guthaben auf unserem "Welli-Rettungs-Konto"... Außerdem steht ja immer noch die Frage im Raum, ob nicht auch eine andere Taktik dazu führen kann, dass die (zukünftigen) Wellihalter besser informiert sind...



    Zitat

    Gero, warten wir einfach ab, mal schauen wie du dich in Zukunft wirklich entscheiden wirst. Geht es ohne die Kleinen überhaupt?

    Tja, Kathi, das werden wir nun sehen. Erstmal verbringen wir eine Zeit mit deutlich weniger Wellis als in den letzten Jahren. Und da wir zwei Senioren dabei haben mit fast 11 und 12 Jahren, ist ja eine weitere Verkleinerung schon absehbar. Wir lassen das alles auf uns zu kommen und warten mal ab, wie sich alles weiter entwickelt. Vielleicht bringen uns die kleinen Krawallmacher auch bald wieder auf positivere Gedanken. Wir werden sehen, wir werden sehen... 8)


    LG
    Gero

    Es grüßen 10 Braunschweiger Wellis: Tweety :)) Lara :suess: Charly :motz: Flocky :ratlos: Polly :pfeif: Jack :blumen: Amelia 8o John :saint: Oscar :wacko: und Krümel :bravo:

  • Viele Tiere, viel Leid, leider ... ;(
    Ich halte meine Truppe ja eigentlich immer nur auf 2 Wellis, auch wenn ich so oft schwach werden könnte. Und ja weiß, je mehr, desto besser. Aber ich habe eben Angst vor ständigen Krankheits- oder womöglich Todesfällen.


    Ständige Verluste greifen einen so an - mein herzlichstes Beileid für dich!

    Frei nach Goethe: Nach Schweinen drängt / am Schweine hängt / doch alles! :welli: :welli:

  • Gero wenn du mit dem Vorwurf auf meine Antwort anspielst - das war keinesfalls als Vorwurf gemeint, sondern als - komm schon wir brauchen euch, überlegt euch das noch mal! Appell an euch. Einfach die Option für euch offen zu halten, gedanklich.
    Wenn ich nach einer erschöpfenden Pflege eines fast verhungernden Hundes (ja es geht Ihnen irgendwann besser, relativ) zu unserer "Chefin" sage ich mag nimmer dieser niemals endende Strom... Sagt sie immer zu mir: Du hast Empathie und bist den Tieren zu gewandt. Wenn sie Menschen wie dich nicht mehr haben, was haben sie dann noch? Ein Gedankengang der mich immer wieder zurück holt... Das wollte ich damit nur weiter geben.
    Ich hoffe du nimmst mir das nicht böse... :( Meine Beste sagt immer ich habe die Diplomatie einer Dampflok... Ich weiß wie einem selbst die kleinste Seele fehlt... Ich kann sie nicht mehr zählen... und jede hat für immer ihren Platz! Dieses Bedürfnis nach Pause hatte ich bei meinen Degus, wo ich innerhalb kürzester Zeit (Wochen) 3 gehen lassen musste. So sehr mich diese kleinen Kerlchen faszinieren, ich möchte keine mehr haben. Deshalb kann ich das gut nachvollziehen.


    Ich wünsche euch in jedem Fall viel Kraft auch für die kommende Zeit.


    RIP Fritzi, Mausi und Carlo <3


    Always remembered and never forgotten - RIP Blue mein Engelchen