Olli ist alleine glücklich

  • Ollis Mega-Erkrankung macht mir ja schwer zu schaffen. Er ist dauerhaft müde und lustlos und hat manchmal tagelang keinen richtigen Appetit. Er wiegt auch nur noch 39 Gramm, obwohl er zwischenzeitlich auch gut frisst.


    Oft sitzt er dösend herum, plustert dabei, lässt sein Köpfchen dann in seine Schultern sacken.


    Jetzt habe ich einige Male hintereinander ihn bei mir im Schlafzimmer gehabt, während die anderen im Wohnzimmer sitzen. Und: er lebt auf und fängt an, gemütlich zu zwitschern.


    Was will uns das sagen? Mir sagt das, dass seine Mega-Erkrankung aufgrund des Stresses, dass er mit zwei Hähnen zusammen lebt, sehr zunimmt und er beruhigt aufatmet, wenn die anderen mal nicht dabei sind.


    Er ist Ende April übrigens 5 Jahre alt geworden. Seinen ersten Mega-Schub hatte er im Mai 2015. Es lebt bereits drei Jahre mit Megas und ich hoffe, dass er auch noch 6 Jahre alt wird.

  • Das konnte ich bei fussel komischerweise auch beobachten. Als er ein paar Tage ohne die anderen im Selbstbau saß, war er auch viel aktiver. Fussel wurde 6 Jahre alt. Dein Olli schafft das auch, da bin ich sicher :)

    liebe Grüße an Patenfederchen Pauli, Hansi und Chiko <3
    Fusselchen mein Engel, ich vergesse dich nie..
    Rupfi R. I. P

  • Schwarmtiere und Rudeltiere benötigen eigentlich Partnertiere, aber die Beobachtung, dass alte oder kranke Tiere manchmal allein besser klar kommen und auch zufrieden wirken, habe ich auch gemacht.
    Diese Tiere können trotzdem noch eine sehr schöne Zeit haben. Dein Olli wird sicher die 6 Jahre vollmachen - vielleicht auch noch mehr Jahre leben. Wenn sich sein Gesundheitszustand stabilisiert, hast du an ihm bestimmt noch lange Zeit Freude - und er an dir!

  • Ich bin auch der Auffassung, dass in Einzelfällen (Krankheit/Behinderung) eine temporäre oder auch permanente Separation die beste Lösung sein kann. Vertraue ruhig auf deine Erfahrung mit Wellensittichen, du kennst Olli ja gut genug, um zu entscheiden, ob bzw. wann du ihn lieber wieder zu den anderen lässt oder eben nicht.

    Es grüßen Miriam und die Flug-Dinos Joschi, Echo, Ciel, Clarice, Ban und Ginji

  • Ich hatte mich Chico auch die Erfahrung gemacht, dass er, wenn er mal wieder Pilze und Bakterien hatte, am 1. Tag der Erkrankung am liebsten alleine war.
    Nach Beginn der Behandlung wollte er aber wieder zu Butzi zurück.
    Allerdings war Butzi auch ein sehr umgänglicher Zeitgenosse.


    Wenn ich jetzt Sammy und Chico zusammen gehabt hätte (oder jetzt auch die Babies dazu), dann hätte ich garantiert auch über mehrere Tage separiert.


    Alles Gute für Olli :daumendrück:


    Für immer in meinem Herzen mein Chico-Baby und mein Butze-Schatz :love:

  • Meine Familie hatte damals (ab meinem ca 7 Lebensjahr) Wellensittiche und einer davon ist recht alt gestorben. Der andere war zu dem Zeitpunkt 11 oder so und hat bis zu seinem Tod auch allein gelebt. Er ist nach dem Tod seines Kumpanen auch sehr aufgeblüht und hatte einen zweiten Frühling. Wir haben damals vermutet, dass es daran lag, dass der Verstorbene ihn oftmals gemobbt hat und sehr dominant war. Dadurch, dass er weg war, hatte er niemanden mehr, der ihm das Futter streitig macht, ihn durch die Gegend jagt, nach ihm hackt usw. Danach war das Leben wohl einfach entspannter und schöner für ihn

  • Kannst Du ihn vielleicht zeitweise in einen eigenen Käfig setzen, im Zimmer, wo die anderen Wellis sind? Dann hat er seine Ruhe und ist trotzdem nicht allein.

    Es grüßen


    Nemo, Lumpi, Dorie, Polly und Monika


    Sowie all die lieben Engel-Wellis

  • Meinem Willy hab ich die letzten 3 Jahre immer mal wieder ne Verschnaufpause gegönnt, indem ich das junge Gemüse für einige Stunden aus dem Käfig ausgesperrt habe. Gerade Julius war oft der Auffassung, dass Willy den besseren, schöneren, gemütlicheren oder was weiß ich für einen Platz hatte und jagte ihn rum. Der 'alte Mann' wußte die Pause schon zu schätzen.