Junges Hähnchen füttert und füttert und füttert...

  • Hallo mal wieder!


    Lange hab ich mich nicht mehr hier blicken lassen. Jetzt hab ich mal wieder ein Problem. Unsere Bande besteht nun leider nur noch aus 3 Hähnen und einer sehr sehr kranken alten Henne. Die Hähne sind 4, 5 und ein Jahr, Henne ist gut 10 und an der Grenze zum Einschläfern. Unsere siebenköpfige Bande hat es also recht ausgedünnt ;(


    Nun füttert der Einjährige in seinem Hormonrausch ALLES. Stöcke, Schrauben, Schaukel. Egal was. Wenn ich eines abdecke, dann sucht er sich halt das Nächste. Heute liegen massiv viele entspelzte hochgewürgte Körner auf dem Boden, die er irgendwelchen Ästen angedeihen ließ. Vor einiger Zeit hatte ich noch oben am Dach durchgezwirbelte dicke Schnurknoten. Die hat er quasi stundenlang besprungen und gefüttert, bis ich die Dinger abgedeckt habe. Er schrie auch morgens so lange, bis er "endlich" raus zu seinem Knoten durfte.


    Sie haben eine große Voli (diese 1.60m lange, Montana oder so?), täglich Freiflug im eigenen Vogelzimmer von ca. 7.30 bis 17.00 Uhr, danach gehts ans offene Fenster um UV zu tanken. Futter von der Körnerbude, Frisches und gesammelte Gräser. Die Struktur der Gruppe ist folgende: die Uralte wird hingebungsvoll vom 4 Jährigen gepflegt und umsorgt, die beiden sind ein enges Pärchen und er hat keinen Sinn für andere. Der 5 Jährige ist etwas schüchterner, beschäftigt sich aber auch mal mit den anderen Hähnen.


    Klar, eine Henne wäre die Lösung für das Problem des brünftigen Hahns. Nachdem uns alle Hennen in jungen Jahren weggestorben sind, immer durch die Hennenhormongeschichten, oft mit langen Tierarztbehandlungen, ständigen Hormongaben etc., will ich einfach keine Hennen mehr. Eventuell lassen wir die Haltung der Wellis auch langsam einschlafen. Das jetzige Wellizimmer wird in ein paar Jahren nämlich als Kinderzimmer gebraucht, Ausweichmöglichkeiten sind nicht gegeben. Deswegen will ich mir keine weitere Henne, und auch keinen Hahn mehr her tun.


    Habt ihr evtl. noch Lösungen parat? Ich will nicht warten, bis er eine Kropfentzündung hat :S

  • Hm, schwierig. Eine Lösung habe ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es einfach an seinem Charakter liegt?
    Hier haben wir auch einen Hahn, der alles füttert. Er hat eine feste Partnerin und noch eine andere Henne, die sich ihm regelmäßig anbietet. An seinem Verhalten ändert das leider nichts. Insofern weiß ich nicht, ob ihn deinem Fall eine weitere Henne tatsächlich das Problem lösen würde. So wie es aussieht, scheint es sich um einen übertriebenen Fütterungstrieb zu handeln. Da könnte helfen, das UV-Licht etwas zu reduzieren und frisches Futter (auch das Gras) etwas weniger anzubieten. Bei unserem Samu habe ich aber bis jetzt keine Lösung gefunden.

    Es grüßt euch euere Modi Pollux (Birgit) und die Federbällchen Bella, Janosch, Merlin, Hübi, Snowy, Samu und Sunny.


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  • Hm, schwierig. Eine Lösung habe ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es einfach an seinem Charakter liegt?
    Hier haben wir auch einen Hahn, der alles füttert. Er hat eine feste Partnerin und noch eine andere Henne, die sich ihm regelmäßig anbietet. An seinem Verhalten ändert das leider nichts. Insofern weiß ich nicht, ob ihn deinem Fall eine weitere Henne tatsächlich das Problem lösen würde. So wie es aussieht, scheint es sich um einen übertriebenen Fütterungstrieb zu handeln. Da könnte helfen, das UV-Licht etwas zu reduzieren und frisches Futter (auch das Gras) etwas weniger anzubieten. Bei unserem Samu habe ich aber bis jetzt keine Lösung gefunden.


    Dem gehts zu gut, das kann sein 8)


    Ich denke, dass sich die Situation ändern wird/könnte, wenn die Dame weg ist. Dann sind die Hähne unter sich und vielleicht finden sich dann wieder andere Konstellationen, die ihn dann ablenken.


    Danke!

  • Hab ich was nicht mitgekriegt?


    Na ja, irgendwie schon. @AugsburgerPiep ist schon seit 2014 im Forum und wenn du die entsprechende Geschichte dazu nicht kennst, kann man das auch nicht verstehen.

    Grüße von Olaf und seiner Rasselbande Tweety und Chico (immer in unseren Herzen: Bubi t 2015, Lilli t 2016)



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  • TeddyS, hört sich vielleicht böse an, wie ich über sie schreibe. Aber sie ist unser Schätzchen. Darum ist es auch so schwer.


    Sie sieht man in meinem Profilbild, da gings ihr noch Bombe. Jetzt bin ich mir nicht so sicher, ob wir sie nur quälen, dadurch, dass wir nix machen. Sie ist vor 3 Jahren bei uns eingezogen, hormonell hocherhitzt. Da haben wir ihr dann auf Anraten des vkTA ein Hormonstäbchen gegeben. Dadurch wurde sie ruhiger und war nicht mehr getrieben, allerdings fanden wir, dass sie schon an Lebensqualität einbüßte. Sie war regelrecht wie abgeschossen, hatte kaum mehr Interesse am Geschehen. Das Stäbchen hat gut ein Jahr gewirkt. In der Zeit zuvor ging es auch langsam los, dass sich ihre Anatomie veränderte, ihr Beinchen drückte es nach außen aufgrund des Ovarialkrebses. Mit dem Stäbchen wurde das langsamer.
    Seit, hm, einem halben, dreiviertel Jahr ist das Stäbchen nun wirkungslos und es schritt wieder etwas schneller fort. Trotzdem wollten wir nicht nochmal mit dem Stäbchen weitermachen, nachdem sie wirklich wie sediert wirkte damals. Vielleicht war das ein Fehler, keine Ahnung. vkTA meinte, es wäre schon okay, so einem alten Vogel würde das auch sehr belasten.


    Jetzt kann sie nicht mehr laufen, sie bewegt sich mit Beinchenrudern und dem Schnabel vorwärts (Das sieht echt schlimm aus...). An den Gitterstäben klettern geht noch sehr langsam, aber sie kommt vorwärts. Sie fliegt die meisten Strecken, das geht noch. Den Tag verbringt sie hauptsächlich in einer kleinen Kiste, oder sie sitzt auf einem breiten Ast, wo sie sich gut "halten" kann. Sie schnauft sichtlich schneller, klar, der Tumor drückt. Ach ja, und ein großes Lipom hat sie auch noch. Ihre Kotballen sind monströs, aber es kommt noch raus. Das sind die Gründe, wieso ich meine, dass sie eigentlich eingeschläfert gehört.
    Dann sitzt sie wieder da und wird stundenlang gekrault und gefüttert und lieb gehabt und die genießt es. Da habe ich den Eindruck, dass sie doch noch nicht gehen will. Vielleicht ist das zu vermenschlichend.

  • Ach ja, ich werde jetzt mal versuchen, mit "schlechteren Bedingungen" mein junges Hähnchen wieder runterzubekommen. Der ist dermaßen drüber... Gestern war es echt schlimm, ich musste ihn separieren. Er ist auf die Dame losgegangen, das war schon richtig aggressiv. Sie ist runtergefallen, weil er auf sie rauf wollte, und sie kann sich ja schon selbst nicht mehr halten. Sie wollte nur weg und kam nicht weg. Dann hab ich das Zwischengitter rein gemacht. Nach einer guten Stunde hat er dann mal aufgegeben, zu ihr rüber zu kommen. 20 Min später hab ich nochmal geguckt, da hängt der Depp mit dem Kopf zwischen dem Trenngitter und der Voli, ich dachte, jetzt ists aus mit ihm! Hat er so rumgeackert, dass er seinen Kopf irgendwie dazwischengequetscht hat :O Er ist mit dem Schreck davongekommen, aber da merkt man, wie intensiv der es versucht.

  • Das ist natürlich schlimm und ich habe eine Menge nicht mitgekriegt weil ich auch noch nicht so lange dabei bin. Hoffentlich findest Du eine gute Lösung. Ich möchte da auch keine Entscheidung treffen müssen. Alles Gute wünsche ich. Nimm es mir bitte nicht übel, aber das alles wußte ich ja nicht.

  • Das ist natürlich schlimm und ich habe eine Menge nicht mitgekriegt weil ich auch noch nicht so lange dabei bin. Hoffentlich findest Du eine gute Lösung. Ich möchte da auch keine Entscheidung treffen müssen. Alles Gute wünsche ich. Nimm es mir bitte nicht übel, aber das alles wußte ich ja nicht.


    Kein Thema. Ich schreibe ja auch selten. Jetzt höchstschwanger mit Kleinkind komme ich mal wieder nicht wirklich dazu...


    Zudem sind wir etwas geknickt, da bei uns "so viele" Wellis schon gestorben sind, trotz guter Haltung und Versorgung.


    Milka ist an Eingeweidegicht gestorben mit 3
    Kiwi ist an Leberversagen, evtl. durch Spritzmittel? gestorben mit fast 4
    Ignaz ist an seinem Nierentumor gestorben, mit 9, davon 2 Jahre bei uns
    Opi ist an Leberversagen gestorben mit 9, davon 3 Jahre bei uns


    Alle halbe Jahr war was. Das bedrückt gerade sehr und wir überlegen wirklich, ob wir nicht die Wellihaltung auslaufen lassen sollen. Zumal Kind Nr. 2 ja auch in ein paar Jahren vielleicht ein eigenes Zimmer haben sollte, und dann wirds schwer, weil das jetzt eben das Wellizimmer ist. Andere Zimmer stehen nicht zur Auswahl. Ach das ist so ein Thema für sich :S

  • Ja, das tut weh wenn die Wellis immer so wegsterben. Ich kenne das gut. Und jetzt auch noch Familienzuwachs. Ich weiß jetzt gar nicht so richtig was ich sagen soll. Erst mal ist das Baby wichtig. Und mit den Wellis machst Du am besten was Dein Gefühl Dir sagt.

  • Ja, das tut weh wenn die Wellis immer so wegsterben. Ich kenne das gut. Und jetzt auch noch Familienzuwachs. Ich weiß jetzt gar nicht so richtig was ich sagen soll. Erst mal ist das Baby wichtig. Und mit den Wellis machst Du am besten was Dein Gefühl Dir sagt.


    Die Wellis haben ja noch eine Zeit lang ihr Zimmer :rolleyes:

  • Die Wellis haben ja noch eine Zeit lang ihr Zimmer


    Das aber irgendwann als Kinderzimmer benötigt wird. Wobei bis dahin noch etwas Zeit ist. Aber man sagt ja: "Kommt Zeit, kommt Rat". Vielleicht gibt es private Veränderungen, die zu einem Umzug zwingen, wodurch mehr Platz ist, auch für die Wellis? Irgendwann verlassen die Kinder das Haus und dann kann man nach einer Pause auch wieder mit der Haltung beginnen. Irgendwann wünschen sich die Kinder vielleicht Haustiere und die Wahl fällt ganz zufällig auf Vögel? Wer weiß, was die Zeit bringt und wie sich bei euch alles entwickelt?


    Zu deiner Henne, kann ich dir leider keinen Rat geben. Natürlich tut es weh, wenn man sie so sieht. Umso mehr freut man sich, wenn man sieht, wie sie das Kraulen und Füttern genießt. Eigentlich kann ich nur wiederholen, was schon viele andere hier gesagt haben: "Du wirst merken, wann es soweit ist". Höre auf dein Gefühl. Und bis dahin bereite ihr einen schönen und möglichst angenehmen Lebensabend.

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  • Ich kann aus Erfahrung sagen, wenn Tiere nicht mehr leben wollen, stellen sie das
    Fressen ein. Sie zeigen so, das es nun an der Zeit ist.


    Bisher macht sie ja noch ein wenig. Sie könnte auch nur noch im Käfig sitzen und sich nicht bewegen. Aber sie ist so wie die anderen draußen.


    Mit dem Zimmer, umziehen wird wohl eher nicht sein. Die Dame wird ja nicht mehr lange leben. Dann bleiben meine 3 Hähnchen. Baby wird noch vermutlich ein Jahr im Schlafzimmer schlafen. Danach, je nachdem, hoffentlich, gemeinsam mit dem "Großen" in einem Zimmer. Das könnte dann noch ein paar Jahre gut gehen, oder eben nicht. Spätestens zur ersten Einschulung wird aber ein eigenes Zimmer gut sein. Wenns blöd läuft, wird also in einem Jahr das zweite Zimmer nötig sein, wenns prima läuft, erst in 4 Jahren. Mit 2 Kindern, die die Balkontüre öffnen können, will ich keine Freiflüge im Wohnzimmer haben. Küche, Bad und Schlafzimmer sind natürlich auch völlig ungeeignet. Aber man kööönnte noch draußen im Garten etwas bauen... wie gesagt, kommt Zeit...


    Heute hab ich übrigens gesehen, wie unser Junger unsere alte Dame gefüttert hat. Nur leider ist er dann zu stürmisch und hektisch, was ihr dann nicht gefällt und dann hackt sie. Das wird auch der Auslöser letztens gewesen sein, dass sich sowas hochgeschaukelt hat?

  • Das wird auch der Auslöser letztens gewesen sein, dass sich sowas hochgeschaukelt hat?


    Schätze, das sollte eine Frage an die Allgemeinheit sein. Ja, denke ich schon, dass es so gewesen sein könnte.

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