Yersinias Vertrauenstagebuch

  • Vorhin kam mir spontan die Idee mal eine Art Vertrauenstagebuch zu erstellen um mal zu sehen, wie sich meine Bande so in den Zeiten entwickelt.

    Ich möchte schon irgendwann erreichen, dass sie keine Angst mehr vor meiner Hand haben; ich könnte mir vorstellen, dass das diverses "Umpacken" in Transportboxen oder Quarantänekäfige damit etwas einfacher wird, wenn ich die Vögel auf meiner Hand (oder Stock) dirigieren kann und nicht einfangen muss (ok, sicher gibts Situationen, wo auch ein Einfangen nötig sein wird, aber diese will ich reduzieren).

    Ausserdem ist es auch ganz schön, wenn die Tiere einfach so nicht so ägnlich sind und auch mal so zu mir kommen würden.


    Seit ca 2 Wochen bin ich jetzt dabei, den Tieren etwas "näher" zu kommen. Sonst hatte ich mich bisher immer nur in den Raum gestellt oder gesetzt und mit ihnen geredet oder Fotos gemacht (das hatte sie anfangs etwas irritiert, aber nicht geängstigt).

    Ich wollte, dass sie erstmal etwas ankommen und so hab ich am Anfang erstmal gar nichts gemacht, ausser einfach im Raum zu sein und die täglichen Käfigarbeiten (wenn sie nicht drin sind).


    Dieses "näher" kommen seit zwei Wochen sieht so aus, dass ich ihnen regelmäßig einen frisch aufgefüllen Futternapf aus der Hand anbiete. Erst habe ich es ein paar Tage draussen im Freiflug gemacht; meist am späten Nachmittag, wo sie schon längter draussen waren und Hunger haben müssten. Es wurde auch immer zum Napf geschielt aber bisher hat sich keiner getraut zu kommen.


    Dann hatte ich ein Video gesehen, wo Futter durch die Gitterstäbe gereicht wurde und gesagt wurde man soll sie von aussen in den Käfig rein füttern.

    Das habe ich dann mit dem Napf versucht. Vorne ist eine große Tür und ich habe den Napf so gehalten, dass der Napf im Käfig war und die Hand aber draussen. Das mache ich seit ein paar Tagen so und es scheint besser zu sein.


    Ich habe sowieso einen der Näpfe immer direkt an der Klappe hängen, also nutze ich diesen.


    Die ersten Tage wurde immer nur draufgeschielt, aber es hat sich niemand getraut dran zu gehen. Dann wurde der Napf eingehängt und sie konnten in Ruhe fressen (ich hab oft dabei gesessen).


    Seit ein paar Tagen ist es so, dass vor allem Pepper immer wieder im Käfig kurz den Napf im Flug angesteuert hat, dann aber doch umgedreht ist. Er wollte wohl, hat sich aber noch nicht getraut.

    Somit wurde auch da der Napf wieder eingehängt und ich stand beim Fressen wieder dabei und hab mit ihnen geredet. Zudem habe ich meine Hand ca 15 cm vom Napf weg einfach an die Gitter (Eingang) gelegt... und sie sind zum Fressen gekommen.


    Letzteres mache ich seitdem so weiter; eine gewisse Zeit halte ich den Napf fest.. und mittlerweile sind es Chili, Pepper und Rübe, die Anflugversuche machen, dann aber wieder umdrehen. Danach wird der Napf wieder eingehängt und die Hand liegt einfach nur im Eingangsbereich.

    Heute bin ich mit der Hand etwas näher zum Napf hin und die drei waren auch alle dran zum Fressen. Pepper und Rübe waren schon sehr entspannt, Chili noch etwas vorsichtig.

    Möhrchen macht bisher gar keine Versuche zu kommen, aber die ist ja eh auch etwas älter als die anderen und auch allgemein vom Verhalten ist sie auch etwas anders als die anderen drei.



    Im Käfig sind übrigens mehrere Futterstellen, aber ich guck, dass ich die zur Zeit des Übens etwas weniger "attraktiv" gestalte, bzw. ist es ja so, wenn Futter nachgefüllt werden muss in den Näpfen vom Vortag die Spelzen drin liegen (und auch noch ganze Körner); es hängen auch noch die Wellikekse drin, aber die Herrschaften sind wohl etwas zu faul zum Knabbern, sie wollen lieber "Fast Food". Das mache ich mir zu nütze und bevor ich alles wieder ordentlich auffülle, gibt es dieses Napfangebot aus der Hand. Es muss somit keiner wirklich hungern (das find ich auch echt scheisse... hab sowas schon gelesen, dass das wohl auch gemacht wird), denn Futter ist ja da. Nur ist das im Napf ohne Spelzen leichter zu fressen und scheinbar auch trotz der Hand viel interessanter als das Andere, wo mal gewühlt oder geknabbert werden müsste.


    Später werden auch alle Näpfe frisch aufgefüllt und am nächsten Tag ist am Vormittag wieder die selbe Situation, die ich dann nutzen kann.




    Ich hatte auch zwischendurch mal Hirse benutzt, aber das funktioniert gar nicht. Liegt vllt auch daran, dass ich Hirsekolben nicht so oft gebe; sie kriegen bei mir als Zusatz ehr was Grünes.


    Ich habe das Gefühl, dass es bei den Dreien nicht mehr lange dauern wird und der erste sich auf den Napf setzt, wenn ich ihn in der Hand halte :)

  • Das hört sich nach einer guten Entwicklung an und nach langsam aufkeimendem Vertrauen. Ich würde sagen, da hast du alles richtig gemacht und hoffe, dass du bald mit einer Landung auf dem Napf belohnt wirst. :daumen:

    Grüße von Olaf und seiner Rasselbande Tweety und Chico (immer in unseren Herzen: Bubi t 2015, Lilli t 2016)



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