Polyomavirus und Depressionen

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  • Hallo ihr alle,

    vor nicht allzu langer Zeit schrieb ich bereits über einen meiner zwei Hähne (E.T.), da der immer wieder Federn verlor und dadurch flugunfähig wurde. Nach mehreren Arzt-Besuchen bekamen wir die Diagnose "Polyomavirus", auch Renner-Krankheit, oder französische Mauser genannt. Zu Beginn fehlten E.T. nur die Schwanzfedern, er konnte normal fliegen und war ein (so denke ich) glücklicher Welli, der spielte, zwitscherte und mit mir schmuste. Meine beiden waren wirklich sehr, sehr zahm, kamen mir überall hinterher geflogen, saßen beim Fernsehen auf meiner Schulter, badeten, spielten mit mir oder kletterten an mir, waren sehr neugierig und ließen sich kraulen. Nachdem E.T. nun auch seine Schwungfedern verlor und er immer häufiger auf dem Boden landete, woraufhin wir ihn immer wieder hochsetzten, blieb er immer öfter im Käfig. Nun ist es soweit, dass er seit ca. einem Monat fast nur im Käfig sitzt und er nicht mehr auf unsere Hand kommt oder manchmal nicht mal mehr Hirse möchte... ;( Versuchen wir mal ihn rauszulocken, werden wir "angezickt" und er schreit förmlich man solle ihn in Ruhe lassen (respektieren wir dann auch). Wir haben ihm einen zweiten Käfig hergerichtet, der neben dem großen steht, von dort aus führt eine große Leiter zum Boden, dass falls er da landet, er eigenständig wieder rauf kann. Außerdem haben wir viele Haselnuss-Äste zum Klettern angeboten, für E.T. erreichbar. Ebenfalls neue Spielzeuge baten wir an, jedoch zeigt er an kaum mehr was Interesse. Es bricht mir einfach das Herz, den kleinen Mann so zu sehen, dabei war er früher so ein fröhlicher Pups. Selbstverständlich ist es schrecklich für einen Vogel, nicht mehr richtig fliegen zu können, jedoch geben wir alles, ihm trotzdem was zu ermöglichen. Ich trainiere nun seit einer Woche wieder mit Hirse so, als wären beide neu eingezogen, aber auch das findet wenig anklang... Ich weiß einfach nicht weiter und freue mich über alle Tipps und Erfahrungsberichte. Ist der kleine depressiv? Braucht er einfach viel mehr Zeit? Haben ihn seit April, fast flugunfähig ist er seit Mitte August. Melman, der zweite Hahn, guckt sich E.Ts Verhalten übrigens auch ab und bleibt eher im Käfig. Frei fliegen dürften die beiden eigentlich immer.


    Danke!!! :*

  • Einen flugunfähigen Welli haben wir auch. Seit einer Verletzung vor 3 Jahren kann unser Lumpi nicht mehr fliegen.

    Ihn betrübt das aber überhaupt nicht. Ihm geht es gut, er flirtet, zwitschert und ist oft der Erste, der rauskommt aus dem Käfig und der Letzte, der reingeht.


    Ich kenne mich aber nicht aus, mit der Krankheit, die E.T. hat. Ich würde Dir raten, mit ihm zum Arzt zu gehen. Ein Spezialist für Vögel sollte ihn noch mal untersuchen, vielleicht braucht er medizinische Hilfe.


    Alles Gute!

  • Offensichtlich am Polyoma-Virus erkrankte Wellensittiche, solltest Du aus deiner Haltung möglichst bald entfernen.


    Einmal aus veterinärhygienischen Gründen, um die Ausbreitung dieses Virus zu verhindern.


    Zum anderen auch, um deine noch gesunden Wellensittiche vor Tumoren in der nahen Zukunft zu schützen.


    Denn bei Virenträgern unter den Vögeln, auch ohne akuter Erkrankung an der französischen Mauser, können sich solche mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einstellen.


    Mit besten Grüßen

  • und was soll dann mit dem Wellie passieren?

    Na, entfernen soll man den; steht ja da. Heisst dann wahrscheinlich einschläfern lassen oder vermutlich so wie es in alten Büchern steht und alte Züchter gemacht haben - Genick umdrehen. :thumbdown::thumbdown::thumbdown::thumbdown::thumbdown:

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